„Wiki“: Gemeinsames Arbeiten und Austauschen

Dass „Wiki“ und Wikipedia nicht so sehr weit voneinander entfernt sind, konnte man sich fast denken. Die große in aller Welt von jedermann benutzte Enzyklopädie erkläutert uns auch das Wiki. Oft im Intranet anzutreffen bietet es beruflich o.ä. eine gemeinsame Oberfläche nach vorheriger Anmeldung zum Bearbeiten von Themen, Weiterführen von Ideen, Konzepten, Datenaustausch usw., ohne dass Dateien immer zwischen den Teilnehmern hinundher geschoben werden müssen. Wer will kann sich hier mit Zustimmung anderer „richtig austoben“.

Edlef Stabenau und Jürgen Plieninger erklären via Checkliste www.bib-info.de wie man Wikis anlegt und mit ihnen arbeitet, Dateien hochlädt, Bearbeitungsvermerke anbringt, um sein Wissen und die eigene Ansicht beim gemeinsamen Thema einzubringen (Checkliste). OPLs haben sich auf diese Weise gemeinsam unterstützt; bequem zugänglich und über Editierfunktion relativ einfaches Arbeiten. Autorisierte Personen haben Zugang. Bekannte Wikis in der Bibliotheksbranche sind das Onleihe-Wiki sowie das sicher Vielen eher geläufigere des Julius-Clubs http://18dinge.files.wordpress.com/2014/03/julius_wiki.jpg .

Kleine Videofilme veranschaulichen die Thematik und zeigen „Gruppen-Arbeitsräume“, in denen man sich relativ sicher ausprobieren kann.

Eine gute Arbeitsform, die ich auch zu schätzen gelernt habe.

alru2013

 

„Lesen in großer Runde“: Freud und Leid des Social Reading

Ein interessantes Buch für sich zu entdecken und dieses nur für sich allein zu behalten,  ist zwar immer noch möglich, aber seltener geworden. Viele reale und virtuelle Leser teilen ihre (große) Lesefreude oder zuweilen auch ihren Lesefrust nur zu gern mit anderen. Das stille Lesen für sich oder auch nur das persönliche „offline“-Gespräch zwischen zwei Menschen über gelesene Texte scheint aus der Mode gekommen zu sein. Wie früher als im Mittelalter gemeinsam (vor)gelesen wurde, kann man jetzt durch soziale Netzwerke und Plattformen des social reading, z.B. bei LovelyBooks und Goodreads oder in Foren zu bestimmten Genres, Titeln usw. online parallel lesen und sich sofort mitteilen. Antworten, Folgekommentare, Hinweise, Lese-Empfehlungen bleiben meistens nicht lange aus. So entsteht, ob anonym, „halboffen“ o.ä. ein Dialog, „Multilog“ über Literatur unserer Zeit. Diese Online-Anonymität, das sich nicht gegenüber Sitzen, die sich nicht von Angesicht zu Angesicht vollziehende Diskussion ermutigt manchen auf diese Art seine Meinung kund zu tun, der sich sonst (noch) nicht traut.

  • Für viele Zeitgenossen ist social reading von klarem Vorteil.
  • Wenn Substantielles, Weiterführendes, Vertiefendes usw. sachlich, objektiv und vor allem fair ausgeführt wird, haben alle etwas davon.
  • Dass die vermeintlich geschützte Anomymität tatsächlich kaum noch gegeben ist wird nur zu gern vergessen, ist uns je nach Mitteilungsdrang nicht ständig präsent. Dass wir dabei sehr schnell zu „leichten Auskunftteien“ über unsere Lese-Interesssen, -Empfindungen usw. werden, die Unternehmen wirtschaftlich sehr nutzen.

Bei ernsthaftem, fairen, verantwortungsvollen Dialog bieten sich sinnbringende Möglichkeiten für Bibliotheken:

  • Resonanz der angeschafften Literatur ist für Bibliotheks-MA sofort greifbar.
  • Bibliothek sollte je nach Bewertung kühlen Kopf behalten, relativieren …
  • Wie ein Thema aufgefasst, (nicht) verstanden wird, ist dabei (fast) immer zu erfahren.
  • Serviceorientierter Nutzerdialog, Kundenwertschätzung, eigentlich Medienvermitllung an sich verlangt nach Resonanz, Austausch, Dialog, Anregungen, Hinweisen usw.
  • Sinnvolle Ergänzung, Weiterführung zu Nutzungsstatistiken, Literatur-Empfehlungsdiensten usw.
  • Der im Alltag aus diversen Gründen nicht geführte Austausch bekäme hier Platz.

Allerdings: Für Aussagekräftiges braucht man Zeit, Mut und Position. Je substantieller, desto hilfreicher für das Bestandsmanagement der Bibliotheken. Benutzer, Leser würden sich und ihren Bibliotheken einen wertvollen Gefallen tun. Für Buchhandel und Medienmärkte genauso aussagekräftig.

Welche Affinität social reading und Informationseinrichtungen in Deutschland entwickeln, bleibt interessant zu verfolgen.

alru 2013

 

Vom Lesezeichen zum Social Bookmarking

Diese Lektion offenbarte die große Vielfalt der Lesezeichen, diese zu sammeln, aber noch vielmehr sie nutzbringend zu pflegen und wieder auffindbar abzulegen. „Delicious“

heißt das Zauberwort seine Tags anzubringen und in eine gepflegte Ordnung überzuführen. Die genannten Praxisbibliotheken machen vor was wie mit sozialen Lesezeichen versehen werden kann. Die informative Einführung der Stadtbibliothek Gütersloh beseitigt letzte Unklarheiten beim social bookmarking. Natürlich braucht jeder seine eigenen social tags, aber effektiv und effizient für Bibliotheken u.a. wäre eine zentrale Sammelstelle, wo alle wohl geordnet nach Themen und Anlässen ihre Bookmarks hinterlegen und „katalogisieren“. Konventionelle „Bibliotheksordnung“ mit sozialen Netzwerken verbinden, damit wir alle schneller etwas finden und weniger Doppelarbeit haben.

Bei der Zürcher Zentralbibliothek habe ich unter vielen Bookmarks das „alte“ Ulrich´s Periodical Directory aus vergangenen Studientagen und ersten Arbeitsjahren wieder gefunden. Angesichts moderner online Zeitschriftendatenbanken kennt diese Bibliographie heute kaum noch jemand.

Die „Top Tags“ der Büchereizentrale Niedersachsen https://www.diigo.com/user/Bz-niedersachsen?page_num=31&type=all&sort=updated sind einladend angeordnet.

Diiogo spricht von „Internetrecherchen und Wissensmanagement“. Wissen ist nur dann zügig verfügbar, wenn es gut geordnet ist.

Bibliotheken, vor allem aber die Suchanfragen unserer Kunden liefern uns täglich neue Beispiele und Praxisanreize für soziale Lesezeichen! Muss noch üben.

alru2013

„Im Land der Zeitungen tun sich Blogger schwer“

Das hört man doch gern, dass man in Deutschland in einem Land mit guten Zeitungen lebt, vor allem wenn selbst gern schon morgens Zeitungen liest. Aber dass diese Tatsache mehr oder weniger nachhaltig die Bloggerszene beeinflussen soll, habe ich doch mit Interesse aufgenommen. Laut L. Rolke ist die USA mit ganz aktiven Bloggern gesegnet, die eifrig schreiben und mitteilen, was ihnen „in den Sinn und vor die Feder kommt“, weil sie nicht über solch reichen Blätterwald verfügen und weil sie viel freigiebiger sein sollen mit kostenlosen Informationen, die sie gern mit anderen teilen im Gegensatz zu den kostenbewussten deutschen Bloggern , die gern mit ihren Mitteilungen Geld verdienen wollen oder müssen.

Von der berühmten Hufftington Post http://www.huffingtonpost.de/ (hier: deutsche Variante) war noch die Rede, die mittlerweile verkauft wurde.  Zur Gechichte des Blog-Blattes mehr bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/The_Huffington_Post .

Die FAZ soll so habe ich von Rolke behalten rund 26 Blogs unterhalten.

18 Dinge lässt in der 8. Lektion mehr als erahnen wie vielfältig und facettenreich die Bloggerwelt ist. Dass es deutsche Blogcharts gibt war mir vorher so nicht bekannt.  Sachinformationen und sehr Persönliches liegen in den Beiträgen oft nahe beieinander.

Interessante Suchergebnisse zu „18 Dinge Bibliotheken“ im Blog http://www.icerocket.com/search?tab=blog&fr=h&q=18+dinge+bibliotheken . Man betrifft Bekannte(s) wieder.

Googleblogsuche liefert zur gewünschten Aufgabenrecherche Ergebnisse von e-Medien über Urhebrrecht und Bibliotheken bis zur gerade aktuellen Lektion, vgl. https://www.google.de/search?tbm=blg&hl=de&source=hp&biw=1366&bih=638&q=weblog+%2B+urheberrecht+%2B+bibliothek&gbv=2&oq=weblog+%2B+urheberrecht+%2B+bibliothek&gs_l=blog-hp.12…13690.33022.0.36181.36.28.1.7.0.0.152.1680.27j1.28.0….0…1ac.1.24.blog-hp..9.27.1491.9mk9HKOIE3w

„Allen´s Weblog“ vermeldet First bookless public library in San Antonio http://usna1957.wordpress.com/2014/01/06/first-public-bookless-library-arrives/,

beschäftigt verständlicherweise Gazetten und Medienfachleute gleichermaßen. Gefunden bei Twingly.

Gespannt abwarten was sich wann, wo, wie durchsetzt. Haptische Bibliophilie und virtuelle Neugier bilden eine reizvolle Symbiose.

Bin mit meiner Reise durch die „Blogosphäre“ doch erst am Anfang als dass ich schone eine Bewertung vornehmen könnte.

Übrigens ist auch sehr interessant Blogger in Wort und Körpersprache zu erleben, so geschehen auf der Frankfurter Buchmesse bei „Bibliotheken als Papiermuseen“, so später in großer deutscher Wochenzeitung aufgegriffen oder auch gar im Fernsehen.  Berühmte Schreibe und Menschen im direkten Diskurs authentisch zu erfahren bleibt eine besondere Erkenntnis.

Im Blog schreiben ist einfach, Recherchieren macht neugierig, vertieft immer mehr, (ver)braucht viel Zeit. Das attraktive Ausgestalten des Blogs verlangt auch Esprit und „gewusst wie“, daher für heute allen einen motivierenden „Gemeinsam schaffen wir es“-Gruß. Mehr wissen über wissenschaftliche Blogs ein anderes Mal.

alru2013

In der Welt der Tweets und Followers

Großes Interesse an vielen tatsächlichen Neuigkeiten aus Stadt, Land und Erdball immer gern und jederzeit, aber immer immer wieder alles teilen und möglichst sofort hinaus„zwitschern“ zu dürfen, ja müssen, daran gewöhnt man sich jetzt von Woche zu Woche.

Die zahlreichen Links sind studiert, kurz auch bei früheren Online-Kursen angehalten, staunend die unüberschaubaren Kurznachrichten registriert. Was Menschen so alles mitteilen. Aber: Wenn es „Gehör“ und Wert (be)finden soll, bedenke man seine 140 Zeichen, die man in die Welt hinaus posaunt. Account bei Twitter vollbracht. Gott sei Dank durfte man wenn ein gewisses Pensum an „Follows“ angelegt war, auch gnädig etwas überspringen.

Wir schauen in die Welt und gucken, ob wir die vielen Tweets, die da aus den Informationswelten auf uns einstürzen, noch mit Gewinn verfolgen können. Aber dennoch: 140 Zeichen intelligent und mit Esprit angelegt und immer täglich neu „attraktiv“ gezwitschert, versprüht gekonnt konzentiert das Wesentliche.  Wird in der Welt des (digitalen) Wissen(teilen)s für die Community zur erlesenen Kunst. Mal sehen ob wir ihr weiter folgen können. Dran und drin bleiben heißt der Auftrag!

RSS in libraries

Heute ist die Informationsflut, ob mit oder ohne Bibliotheken, durch viele RSS-Feeds noch reicher geworden. Ob mit Bedacht ausgesucht oder daneben gegriffen, zu viele Informationsseiten zu gelassen, werde ich sehen, was die ausgewählten und auf meiner Netvibes-Seite http://www.netvibes.com/de  abgelegten RSS-Feeds für meinen Berufsalltag wirklich wert sind, wird sich zeigen. Auf jeden Fall war die Lektion des Nachrichten-Sammelns anregend. Als ich die RSS-Verbindung zum www.bibliotheksportal.de

– so glaube ich über Feedity – herstellen wollte, wurden unter der entsprechenden URL  ein überhaupt nicht dazu passendes Bild geliefert. Von mir keinesfalls gewollt, wurde diese Verbindung sofort wieder gecancelt. Damit man es nicht immer wieder mit Spam zu tun bekommt, erfordert sehr aufmerksames Vorgehen.

Mal sehen welche Neuigkeiten mir die wohl bekannten, aber hier wiederum neuen RSS-Feeds mir anzubieten haben. Ob ich dabei zum Struktur-Künstler werden muss, muss ich selbst erfahren. Bin sehr gespannt.

alru

Entdeckungsreise zum RSS-Kontinent

„RSS entdecken und verstehen“, Titel der neuen Lektion des Online-Kurses 18 Dinge für Bibliotheken in Bewegung und neuer, umfangreicher Aufgaben-Auftrag zugleich, ist für mich als  Kursteilnehmer fast wörtlich zu nehmen. Bezeichnung , Symbol und Logo sind mir schon auf vielen Seiten begegnet, aber dem RSS-Feed auf den Grund gegangen war ich bisher noch nicht.

Jeden Montag mit (An)Spannung auf die neue Lektion wartend, habe ich mich nun durch Einführungen, Links, Videos gearbeitet und mich bei Netvibes registriert. War aufregend genug, vor allem wenn man nicht erst in aller Ruhe die neue Lektions-Einführung zuende liest, sondern sich sofort von Links, Netvibes usw. locken lässt …

Zahlreiche Feeds habe ich inzwischen gesehen und auch eine Ahnung davon bekommen wie man im Informations-Dschungel für sich und den eigenen klaren Kopf unbedingt eine „Ordnung“ schaffen muss. Sollten Bibliothekar/innen eigentlich ganz gelassen können, aber nun erschließt sich mir gerade die RSS-Welt.

Ich bin noch beim Prozess des Verstehens dieser einerseits faszinierenden, aber andererseits wiederum abschreckenden,  daher zur Vorsicht mahnenden Reise zum noch „geheimnisvollen Kontinent“, dessen komplette Struktur ich mir im Laufe der nächsten Woche nachhaltig erschließen muss.

Was war das Leben doch einfach und übersichtlich zugleich, als man/frau all dies noch nicht richtig kannte. Ein paar RSS-Feeds sind abonniert, daran ist noch zuarbeiten.  Aber noch nicht vollständig beantwortet bleibt die Frage, was erledigt man über Netvibes (YouTube-Film erklärt gut), was über Browser … Die bei Netvibes schon vorhandenen RSS (57.000.000 Blogs) sind schon gewaltig genug, neue hinzuzufügen, erscheint zumindest im Video einfach. Was soll eigentlich wo auf der Kurs-Blogseite öffentlich sichtbar sein zum Zeichen, dass man die Aufgabe auch vestanden hat. In „meinem“ Blog sehe ich sie schon.

Um dann auch gleich imselben  Atemzug gesagt zu bekommen, dass man auch am besten noch ganz schnell eine Verbindung zu Facebook schaffen kann. Von einer Seite aus die Informationsfäden der Welt in einer Hand halten! Um nicht im „Chaos zu versinken“, muss man wohl „penibel“ sortieren, ordnen, kategorisieren. Plötzlich alte, konventionelle, bibliotharische Tugenden gefordert. Irgendwie schließt sich der Kreis wieder.

Bloß nicht zu viel daran denken und ganz schnell wieder zurück in die neue Medienwelt, zu meiner Entdeckungsreise durch den sich langsam erhellenden Kontinent. Lieber sich auf die neuen Stationen freuen, die noch kommen.